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GLOBALES GELD
Wenn man auch unaufmerksam Vorhaben und Erwartungen von zeitgenössischen Elitten und Massen verfolgt, so stellt man eine ganze Reihe von wesentlichen Tendenzen fest. Das ist vor allem die Globalisierung. Die diese Prozesse leitenden Menschen sind im Zustand einer unglaublichen Aufregung, denn sie haben ähnlich wie die ersten Astronomen kürzlich verstanden, daß die Erde eine Kugelform hat. Die erste Folge der Globalisierung ist, daß viele Menschen sich dessen bewußt werden, daß die Erde eigentlich nicht eine so große Kugel ist und, daß die komfortabellen Stellen nicht für alle ausreichen können. Denn eine sichere und geschützte Stelle kostet viel. Aber das Leben geht weiter, und ein untrennbarer Bestandteil eines globalen Wirtschaftprozesses ist die Arbeit von Hunderten und Hunderten Millionen Menschen zwecks der Bereicherung, des Wohlergehens oder einfach zwecks des Überlebens. Als Äquivalent eines gesicherten, stabilen Lebens eines Menschen tritt das Vorhandensein von bestimmten Geldsumme hervor. Das Geld ist wie eine Garantie für Sex, wie eine virtuelle Garantie für Gesundheit und Fristverlängerung des Todes. In den zivilisierten Konsumgesellschaften hat das Geld an Bedeutung einer eigenartigen magischen Panazee gewonnen - einer verfälschten fetischen Einstellung zu seiner erstrangigen Funktion. Das ist ein sogenanntes Komplex vom goldenen Stier. Und das ist keine Ausnahme, sondern eine Diagnose.
Am meisten verführerisch in unserer pragmatischer Zeit ist wiederum das Geld (dessen Menge). Es verkörpert heute den Eros-Tanatos, den wir anstreben und fürchten (alles Erträumte wird gewünscht, alles Verwircklichte ist tot).
Man braucht ein neues globales Geld. Es ist die Zeit neue Geldzeichen einzuführen Akte (Geldscheine) und Koppulationen (Münzen). Der Name, der vom häufigsten Naturinstinkt abgeleitet worden ist, der in der ganzen Welt praktiziert und respektiert wird, wird unsere Ideologie in eine natürliche Bahn lenken. Denn die Kindergeburten, das Kapital, die Kunst sind die Methoden der Anhäufung... Da man den Globalisierungsprozeß nicht aufhalten kann, soll man ihn als eine Chance benutzen. Mindestens dem Geld seine Adäquität zurückzugegen. Das von uns benutzte Geld hat meistens ein positives Image. Auf Geldscheinen werden sichere, klare und weitgehende Blicke der toten Nationalhelden, Fragmente der Baudenkmäler oder Touristengebiete dargestellt. Alles mit dem Geld verbundene Negative wird nicht zur Schau gestellt, sondern sorgfältig versteckt. Das Geld riecht nicht. Aber wir müssen ehrlich anerkennen, daß das Geld nicht nur den humanitären Zwecken dient. Mehr adäquat zum heutigen Wesen des Geldes würden Geldscheine sein, wo die Abbildungen nicht nur der bukolischen, sondern auch der Bourdellakten angebracht werden, nicht nur positive, sondern auch negative Zivilisationshelden, die Abbildungen nicht nur urbanistischen Utopien sondern auch der Antiutopien... So ist die Wahrheit des Lebens.
Künstler sehen natürlich weiter als Spießbürger. Die regierenden Elitten sollen sich dessen bewußt werden, und dann sich selbst und den durchschnittlichen Konsumenten eine Möglichkeit geben, aufs Geld anders zu schauen. Das Geld ist eine Sonderware, daß die Rolle einer allgemeinen Äquivalenz spielt (in dem sich der Wert von allen anderen Waren ausdrückt) und ist ein allgemeines Umtauschmittel. Das Geld bewährt die einer Ware eigentlichen Eigenschaften - Konsumentwert und Wert und gleichzeitig steht es in einem bestimmten Sinne den anderen Waren gegenüber. © Anatolij Zwizhynskyj
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